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Hauptplatz Sitzendorf an der Schmida

Am Freitag, den 28. Juni 2019 findet hier das Eröffnungskonzert der Konzertreihe "hören:sitzendorf" statt.

Der Hauptplatz in Sitzendorf an der Schmida ist von Gebäuden umgeben, die im Kern teilweise noch aus der Entstehungszeit des Platzes in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammen.

Im 13. Jahrhundert traten als Lehnsherren die im benachbarten Waldviertel ansässigen, ursprünglich hochfreien Kuenringer auf. In die Zeit ihrer Herrschaft fällt der Bau einer Wasserburg sowie die Anlage des rechteckigen Hauptplatzes von Sitzendorf als neues Zentrum südlich der Kirche. Ob die Kuenringer selbst oder ihre adeligen Gefolgsleute, die Sitzendorfer, die Anlage des Platzes veranlasst haben, ist nicht überliefert.

Der weite, planmäßig angelegte Marktplatz (heute „Hauptplatz“) ist etwa 60 Meter breit und 170 Meter lang und von traufständigen Gebäuden in geschlossener Verbauung umgeben. Er wird durch vier in den Ecken einmündenden Straßen erschlossen. Die planmäßige Anlage hat ein klares Grundrissschema mit nahezu einheitlicher Parzellierung ergeben. Die einzelnen Parzellen sind längsrechteckig und grenzen mit einer der Schmalseiten an den Platz und mit der anderen an die ehemaligen Hintauswege (heute „Ziersdorfer Straße“ und „Am Berg“), die parallel zur Längsachse des Hauptplatzes verlaufen.

Die Doppelhakenhöfe am Hauptplatz waren Ackerbürgerhäuser oder dienten Handels- und Gewerbebetrieben als Standort. Die platzseitigen Mittel- oder Seitenflurhäuser sind durchwegs zweigeschossig und hatten früher repräsentativen Charakter. Dahinter erstreckten sich Hofflügel und eine Querscheune mit Ausfahrt zum Hintausweg. Breitere Hausanlagen entstanden durch Zusammenlegungen insbesondere ab dem 18. Jahrhundert. Diese Disposition der Grundstücke mit den Hintauswegen erlaubte es, die Ackerbürgerhäuser und Betriebe im Ortszentrum anzusiedeln, während sie sonst oft am Rand des Ortsgebietes standen, damit die Ackerwagen und Fuhrwerke den sonstigen Verkehr nicht behinderten.

Die Verbauung im Bereich des Hauptplatzes entspricht seit der Anlage weitgehend der heutigen. Besonders seit Anfang des 19. Jahrhunderts hat es kaum noch Veränderungen gegeben, wie ein Vergleich des heutigen Katasterplanes mit dem Franziszeischen Kataster von 1823 zeigt.

Zwei Gebäude am Hauptplatz stehen unter Denkmalschutz, die Jugendstilvilla Wieninger und das ehemalige Bürgerspital.

historischer Hauptplatz, Sitzendorf an der Schmida

Mühlkellergasse

Der Treffpunkt für die musikalisch-literarische Weinwanderung in den Weinbergen rund um Sitzendorf an der Schmida (29. Juni 2019, 14:00 Uhr)

Die etwa 450 m lange Mühlkellergasse liegt nördlich des verbauten Ortsgebiets am Südwesthang des Mühlbergs und verläuft von Südost nach Nordwest. Sie ist Teil einer auf das 18. Jahrhundert zurückgehenden Anlage, die mit der anschließenden Kellergasse, einem Stück der Lerchenfelder Straße sowie der Mühlbergkellergasse ursprünglich eine Einheit bildete.

Die meisten der einzeilig aneinandergereihten Presshäuser der heutigen Mühlkellergasse stammen aus dem 19. Jahrhundert. Der weitgereiste österreichische Schriftsteller Charles Sealsfield berichtete 1828 von seiner Reise durch das Weinviertel: „Die Dörfer künden ihre Nähe durch die vorgelagerten Weinkeller an, welche in das Erdreich eingegraben und meist gewölbt sind. Der Eingang in die Keller führt durch ein kleines gemauertes Häuschen, welches die Weinpresse enthält, und ein oder zwei Räume, die dem Vergnügen des Weinbauern und der Weinverkäufer dienen.“

Als „Dörfer ohne Rauchfang“ sind Kellergassen seit Jahrhunderten tradiertes einzigartiges Kulturerbe und Ausdruck einer Tradition und Lebensform wie sie so nur im Weinviertel und Südmähren entstanden ist und weiter besteht. Über Generationen hinweg war der „Kellergang“ des Winzers das oft täglich gepflegte Ritual für den entspannten Feierabend mit Verkostung des heranreifenden Weins und „Köllagspräch“ zum Austausch des neuesten Dorftratschs mit den Nachbarn. Heute wird nur mehr in wenigen der Presshäuser regelmäßig Wein erzeugt.

Moderne Betriebsanlagen in zentraler Lage erleichtern inzwischen Produktion und Vertrieb. Der Zauber der in die weitläufige Landschaft eingebetteten Kellergassen ist jedoch – ob man ihn nun allein, zu zweit oder in geselliger Runde erlebt – ungebrochen lebendig. Gegen die Hektik und Atemlosigkeit unserer Gegenwart scheint hier die Zeit während der Dauer des Verweilens wundersam und magisch stillzustehen.

Mühlkellergasse, Sitzendorf an der Schmida

Pfarrkirche & Kirchenpark St. Martin

Am 29. Juni 2019 ab 19:00 Uhr eröffnet ein echter Mulatschag im Kirchenpark das eigentliche Fest.

Den festlichen Abschluss bildet  die "Matinee" am Sonntag, 30. Juni 2019, in der Barockkirche St. Martin in der prachtvollen Umgebung des Schmidatals inmitten des westlichen Weinviertels. 

Die Pfarrkirche zum heiligen Martin ist eine geostete römisch-katholische Kirche in der Marktgemeinde Sitzendorf an der Schmida in Niederösterreich.

Die dreischiffige Staffelhalle aus romano-gotischer Zeit hat an der Nordseite einen spätbarocken Kapellenanbau. Sie steht gemäß Verordnung des Bundesdenkmalamtes unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Die dem heiligen Martin von Tours geweihte Pfarrkirche steht leicht erhöht an der nordöstlichen Seite des Hauptplatzes von Sitzendorf und wird von den mittelalterlichen Mauerresten des ehemaligen Friedhofs umgeben.

Pfarrkirche St. Martin, Sitzendorf an der Schmida

Veranstaltungskarte

Eine Karte für die Beschreibung des Treffpunkts der Weinwanderung, die genauen Standorte der Veranstaltungen und Wegbeschreibungen können Sie HIER downloaden
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